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16.12.2011, von Franz-Heinz

11 November Karneval

Während die Kinder Lieder für den Martinszug lernen, Laternen basteln, an Haustüren klingeln und für Süßigkeiten singen, beginnt für die Narrenzunft am 11. November um 11:11 Uhr der Karneval. Bis zum Aschermittwoch beginnen die Karnevalisten dann damit, sich zu verkleiden, fröhlich und ausgelassen zu feiern oder das ein oder Bier zu konsumieren. Obwohl der Karneval, der in manchen Bundesländern einfach nur "Fasching" gerufen wird, in vielen Teilen Deutschlands praktiziert wird, beschränkt sich die Bedeutung dieses Wortes mittlerweile fast ausschließlich auf den rheinischen Karneval - vor allem auf Städte wie Köln oder Düsseldorf. Aber auch Städte wie Mainz gelten als eine sogenannte Karnevalshochburg. Karneval Doch warum ist ausgerechnet am 11 November Karneval? Zumal der November eigentlich als Trauermonat gilt? Darüber gibt es verschiedene Vermutungen. Am wahrscheinlichsten ist jedoch die Erklärung, dass schon die alten Griechen und Römer Feste im November veranstalteten, um den Göttern für die Gaben des Herbstes zu danken. Das Wort "Karneval" kommt übrigens aus dem Lateinischen. Es setzt sich zusammen aus den Wörtern "carne" und "vale", was übersetzt so viel heißt wie "Fleisch, lebe wohl!". Damit wurde der Anfang der Fastenzeit ausgedrückt. Die Karnevalszeit bringt sehr viele Bräuche mit sich, die in den Städten auf annähernd gleiche Art und Weise umgesetzt werden. Obligatorisch ist vor allem die Verkleidung, die heutzutage immer noch eingesetzt wird. Früher hatte eine bunte Verkleidung an Karneval die Funktion, den Winter mitsamt seinen bösen Geistern mittels lustigen und fröhlichen Farben zu vertreiben und gleichzeitig den Frühling zu begrüßen. Außerdem konnte man so einmal im Jahr in eine andere Rolle schlüpfen und in einer vergleichsweise sehr ernsten Zeit Humor praktizieren, ohne dafür eine Bestrafung fürchten zu müssen. Darauf ist auch der Begriff "Narren" zurückzuführen, der heutzutage umgangssprachlich für Karnevalisten benutzt wird. Ein weiterer Brauch an Karneval sind die Umzüge, die heutzutage in immer größeren Dimensionen stattfinden. Der Kölner Rosenmontagszug ist der größte Deutschlands und darüber hinaus auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Er war auch der erste Karnevalsumzug, der jemals in Deutschland stattfand. Der Ursprung hierzu liegt in der deutsch-französischen Erbfeindschaft. Die Franzosen hatten den Karneval in Köln ein paar Jahre lang verboten, bis sie ihn durch den ersten Umzug wieder aufleben ließen. So entstand auch eine gewisse Ordnung in der sonst sehr chaotischen Art und Weise, Karneval zu feiern. Die Karnevalsumzüge besitzen jedes Jahr ein Motto und sind trotz der fröhlichen Art nicht gerade selten politisch angehaucht. In den jeweiligen Räumen, in denen Karneval gefeiert wird, gibt es sehr viele Musiker, Komiker und Künstler, die sich auf die sogenannte fünfte Jahreszeit eingestellt und spezialisiert haben. Sie bieten an den Karnevalstagen ein Programm, welches die Zuschauer unterhalten soll und vor allem in der Hauptsaison sehr oft durchgezogen werden muss. Der Karneval fängt am 11. November an, erlebt seinen Höhepunkt an den Tagen Weiberfastnacht, Karnevalsfreitag, Nelkensamstag, Tulpensonntag, Rosenmontag und Veilchendienstag und endet schließlich am Aschermittwoch. Der letzte mit Karneval verbundene Brauch ist die sogenannte Nubbelverbrennung, die stellvertretend für eine Beichte stehen und alle Sünden, die zu der Karnevalszeit begannen wurden, auslöschen soll. Beim Nubbel handelt es sich um eine Strohpuppe in Menschengröße.

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